La Gouineraie , Sandra Calderan und Rébecca Chaillon
Eine „Gouineraie“ als Lesbenlebensgemeinschaft, die weder Hippie noch New Age ist, sondern Familie von heute, Utopie eines familiären und sozialen Gegenmodells zu Homophobie und Rassismus: Rébecca Chaillon und Sandra Calderan arbeiten entschlossen an ihrer Entstehung. Zwischen Trettraktor und Strohballen, Poesie und Fernsehserien, Regalen und Kapla arbeiten sie mit viel Humor an ihrer Baustelle – trotz Unterschiede in Alltag und Herkunft, vor allem aber der stickigen Atmosphäre unserer Zeit zum Trotz. Es wird zu den Klängen von Joe Dassin geschraubt, genagelt, tapeziert, auf einer Leiter balanciert und eisern neue Lebenswege ausprobiert. Welche Familienkonzepte tragen wir in uns? Und wie können wir sie anders denken? Ein Unterfangen gegen Diskriminierung, in dem die Liebe die Oberhand gewinnt.
Nach ihrer Zeit bei den CEMEA und einer Zusammenarbeit mit der Compagnie Entrées de jeu lernt die Regisseurin, Performerin, Schauspielerin und Autorin Rébecca Chaillon den argentinischen Regisseur Rodrigo Garcia kennen, der sie in ihrem Wunsch bestärkt, für die darstellende Kunst zu schreiben und dabei ihre Praxis des künstlerischen Selbst-Make-ups sowie ihre Faszination fürs Essen einzubringen.
Im Jahr 2006 gründet sie die Compagnie Dans le Ventre, eine Plattform für künstlerische Recherche mit marginalisierten Identitäten. Rébecca Chaillon schreibt und inszeniert Stücke, die als Solo-Performances oder mit großem Ensemble auf der Bühne aufgeführt werden, wie beispielsweise Où la chèvre est attachée, il faut qu’elle broute (2018). Sie schreibt, inszeniert und spielt in Carte Noire nommée Désir, das 2021 im Rahmen des Focus Carte noire: l’afro-féminisme sur scène im Maillon zu sehen war. 2022 taucht sie mit Plutôt Vomir que faillir erneut in die Welt der Jugend ein; das Stück wurde im folgenden Jahr ins Maillon eingeladen. Mehrere ihrer Texte wurden beim Theatervelag L’Arche veröffentlicht: Boudin Biguine Best of Banane, eine Sammlung, die mehrere ihrer Theatertexte enthält (2023), Décolonisons les Arts (2018) und Lettres aux jeunes poétesses, eine Sammelausgabe.
dansleventre.com
Texte, mise en scène : Sandra Calderan et Rébecca Chaillon
Avec : Sandra Calderan et Rébecca Chaillon
Lumière et régies : Suzanne Péchenart
Collaboration artistique et aide à la dramaturgie : Céline Champinot
Collaboration à la scénographie : Camille Riquier
Traduction, surtitrage : Lisa Wegener
Production et développement : Mélanie Charreton / O.u.r.s.a M.I.n.o.r et Malaury Goutoule
Administration et logistique de tournée : Élise Bernard et Amandine Loriol
Remerciements : Morgane Lory
Rébecca Chaillon est représentée par L’Arche – Agence théâtrale.
www.arche-editeur.com
Production : Compagnie Dans le ventre / Compagnie des Hauts Parleurs
Coproduction : CDN de Besançon Franche-Comté
Soutien : T2G – Théâtre de Gennevilliers – CDN / Villa Valmont – Lormont Nouvelle Aquitaine
La première version de cette performance a été donnée à La Pop, en 2019, dans le cadre du festival (Re)Mix.
La Compagnie dans le Ventre est conventionnée par le ministère de la Culture (DRAC Hauts-de-France).