HUNTER , Liesa Van der Aa
Eine ungewöhnliche Begegnung, die wir Liesa Van der Aa verdanken: Die isländische Musikerin Björk trifft auf eine Basketballmannschaft. Inspiriert von deren legendären Album Homogenic (1997), entfaltet die junge Komponistin und Regisseurin ein chorisches und choreografisches Spiel auf dem Feld. Das Berliner Vokalensemble B O D I E S, gefeiert für seinen A-cappella-Gesang, wird dabei zum Spielball einer Leistungsideologie und des Dogmas der Selbstüberwindung. Eine nach dem Prinzip des Samplings konzipierte Musik und ein in Loops skandierter Text verleihen den speziellen Dynamiken von Autorität und Selbstoptimierung Gestalt, lassen aber auch ein tiefes Verlangen nach Freiheit, Emotionen und Rebellion durchscheinen.
Experimentierwerkstatt
Liesa Van der Aa ist Komponistin, Geigerin, Sängerin, Regisseurin und Schauspielerin. Mit ihrer vielstimmigen und interdisziplinären Arbeit lotet sie die Grenzen zwischen Musik, Bild und Inhalt aus. Auf der Bühne versucht sie, eine Sprache zu erfinden, die es ermöglicht, Musik sichtbar zu machen. Im Jahr 2024 schreibt sie die musikalische Bearbeitung für Ivo Van Hoves I Want Absolute Beauty, das im Rahmen der Ruhrtriennale aufgeführt wurde.
liesavanderaa.be
Regie / Musikalische Leitung: Liesa Van der Aa
Mit: B O D I E S Ensemble (Barbara Greshake, Erika Emerson, Kat Frankie, Tara Nome Doyle, Liza Wolowicz, Trinidad Doherty, Jenniffer Kae, Anna-Lucia Rupp), Liesa Van der Aa et Naomi Beeldens
Arrangements: Liesa Van der Aa, Boris Van Overschee, Rocco Segers
Bewegungsregie: Jacquelyn Elder
Dramaturgie: Naomi Beeldens, Anne van de Wetering
Bühne: Bert Depuydt
Kostüm: Wim Muyllaert
Sounddesign: Christian Döpping
Technische Leitung: Moritz Schick
Regieasssistenz / Produktionsleitung: Cara Freitag
Tour Management: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
Ein Projekt der Neuköllner Oper in Kooperation mit One Trick Pony
Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds
Eine Zusammenartbeit mit Musicboard Berlin
Interview