Qui a peur , Davide-Christelle Sanvee
29 JAN – 7 FEB 2026
Im Winter 1951 verbringt der Schriftsteller James Baldwin zwei Wochen in Leukerbad: Ein schwarzer Eindringling in der weißen Schweiz, der mit einer Mischung aus Faszination und Misstrauen beäugt wird. Davide-Christelle Sanvee, Schweizerin mit togolesischen Wurzeln, ergründet in ihrer Arbeit die Triebkräfte des Rassismus, wie er aus Angst entsteht und sich in Körpern und Menschen verankert. Inmitten des Publikums spielt sie mit Blicken und Beobachtung und erweckt teils mit bissigem Humor und ihrer eindringlichen Präsenz Erzählungen und Szenarien zum Leben, um Manifestationen der Ablehnung aufgrund von Hautfarbe aufzuzeigen.
Experimentierwerkstatt
Die aus Togo stammende Schweizer Künstlerin Davide-Christelle Sanvee studierte Kunst an der Hochschule für Kunst und Design in Genf (HEAD). Dort entdeckte sie die Performancekunst, ein Medium, mit dem sie die Komplexität politischer und sozialer Themen, die ihre künstlerischen Erkundungen prägen, zum Ausdruck bringen kann. 2019 erwarb sie einen Master in Innenarchitektur am Studio for Immediate Spaces des Sandberg Instituts in Amsterdam. Im selben Jahr erhielt sie für ihr Stück Le ich dans nicht den Schweizer Performancepreis. Davide-Christelle trat an verschiedenen europäischen Kulturstätten auf, vom Schweizerischen Institut in Rom bis zum Centre Pompidou. Im Jahr 2022 tritt sie als Darstellerin in dem Stück Carte Noire nommée désir von Rébecca Chaillon auf. Im Jahr 2023 erhält sie den Prix d'Art Kiefer Hablitzer während der Swiss Arts Awards auf der Art Basel. Im selben Jahr erhält sie ein Förderstipendium der Fondation Leenaards. Im Jahr 2025 erhält sie für ihr Lebenswerk den Schweizer Preis für darstellende Künste.
Conception, direction artistique : Davide-Christelle Sanvee
Avec : Steven Schoch, Davide-Christelle Sanvee
Production artistique : Dîlan Kiliç
Design sonore : Baptiste Le Chapelain
Lumière et régie générale : Luis Henkes
Sculptures : Florian Bach
Régie vidéo : Dîlan Kiliç
Costumes : Marie Schaller
Réalisation vidéo : Raphaël Piguet
Construction sculptures : Cédric Bach – CEN.Construction
Administration : Ars Longa
Coproduction : Le Grütli, Centre de production et de diffusion des Arts Vivants / L’Arsenic – Lausanne
Soutiens : Fondation Ernst Göhner / Fondation pour les interprètes suisses (SIS) / Loterie Romande / Pro Helvetia, Fondation suisse pour la culture
Spectacle créé lors d’une résidence à la Kaserne Basel.