umuko , Dorothée Munyaneza / cie Kadidi
Vor 30 Jahren zog Dorothée Munyaneza nach London, dann nach Paris und lebt heute in Marseille. Sie kehrt regelmäßig in das Land ihrer Herkunft zurück: zurück zu umuko, dem Baum ihrer Vorfahren, mit strahlend roten Blättern, einer Quelle des Lebens. Er ist ein symbolischer Ort der Verwurzelung, der dennoch auf alles Kommende gerichtet ist. Die Beziehung zwischen Vergangenheit und Zukunft, Ejo auf Kinyarwanda, steht im Mittelpunkt von umuko, in der die international erfolgreiche Choreografin mit einer jungen, innovativen Generation von Künstler:innen in Ruanda zusammenarbeitet. Vor einem vibrierend farbigen Hintergrund entfaltet sie eine mitreißende Körper- und Klangsprache, die sowohl Überlieferung einer lebendigen Kultur als auch Erkundung neuer künstlerischer Territorien ist.
Experimentierwerkstatt
Conception et direction artistique : Dorothée Munyaneza
En collaboration avec / performance : Jean Patient Nkubana, Impakanizi, Cedric Mizero, Abdoul Mujyambere, Michael Makembe
Musique : Impakanizi, Jean-Patient Nkubana et Michael Makembe
Lumière et scénographie : Camille Duchemin
Costumes : Stéphanie Coudert
Régie lumière : Anna Geneste
Régie son : Aude Besnard
Production : Virginie Dupray assistée de Nouria Tirou et de Louise Mutabazi / cie Kadidi
Coproduction : Dance Reflections by Van Cleef & Arpels / Chaillot, Théâtre national de la danse / Maison de la danse Lyon – Pôle européen de création / PACT ZollVerein Essen / deSingel Anvers / Julidans Amsterdam / Tanz im August – HAU Hebbel am Ufer Berlin financé par le Fonds Capital Culture / Kaai Theater Bruxelles Oriente-Occidente festival Rovereto
Avec le soutien de : Institut français du Rwanda et Goethe-Institut dans le cadre du Fonds Franco-allemand pour la culture / et de la DRAC Provence-Alpes-Côte-d'Azur (compagnie conventionnée) et de l’Onda, Office national de diffusion artistique
Dorothée Munyaneza stammt aus Ruanda und zog im Alter von 12 Jahren mit ihrer Familie nach England. Sie studierte Musik an der Jonas Foundation (London) und Sozialwissenschaften in Canterbury, bevor sie sich in Frankreich niederließ. Sie lernt zahlreiche Choreografen kennen und arbeitet mit ihnen zusammen, darunter Alain Buffard, François Verret, Maud le Pladec... und gründet 2013 ihre eigene Kompanie, Kadidi. Es entstehen Samedi Détente (2014), Unwanted (2017), Mailles (2020) und Toi, moi, Tituba (2023). Mit Musik, Gesang, Tanz und Text geht Dorothée Munyaneza von der Realität aus, um die Erinnerung und den Körper zu erfassen, die Stimmen derer zu tragen, die man verschweigt, um das Schweigen hörbar zu machen und die Narben der Geschichte zu sehen. Sie wird 2021 mit Mailles im Rahmen des Focus Carte noire: l’afro-féminisme sur scène in das Programm vom Maillon eingeladen.